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Starke Gemeinschaft für die Menschen vor Ort

Der Verein Heimathaus „Hollager Hof“: 

Zahlreiche Aktivitäten und Veranstaltungen mit Strahlkraft weit über die Gemeinde hinaus – „Jeder kann mitmachen“

„Das Schlimmste scheint endlich überstanden zu sein. Es sieht so aus, dass wir bald wieder mit ersten Aktivitäten starten können.“ Stefan Gutendorf geht es derzeit ähnlich, wie vielen anderen für die Gemeinschaft engagierten Ehrenamtlichen. Nach rund 15 Monaten mit pandemie-bedingten Beschränkungen freut sich der 1. Vorsitzende des rund 340 Mitglieder starken Vereins Heimathaus „Hollager Hof“ von 1656 darauf, zusammen mit anderen Aktiven wieder Veranstaltungen planen und durchführen zu können. Passend zu seinem Namen will der Heimat-, Kultur- und Wanderverein voraussichtlich am 1. Juni als Erstes zu der seit vielen Jahren beliebten Dienstags-Wanderung auf heimischen Wanderwegen einladen. Wenn es die Corona-Zahlen tatsächlich zulassen, treffen sich die Wanderfreunde um 14 Uhr an der Weltkugel an der Hollager Straße 125.  

In dem Verein Heimathaus „Hollager Hof“ haben sich vor gut drei Jahren die Mitglieder der zuvor eigenständigen eingetragenen Vereine Heimat- und Wanderverein Hollage sowie des Heimat- und Kulturvereins Hollager Hof zusammengeschlossen. Der am 23. Juni 1967 zunächst als Heimatverein Hollage gegründete Heimat- und Wanderverein Hollage hatte sich zuvor mit zahlreichen Aktivitäten für das Gemeinwohl eingesetzt. Neben regelmäßigen organisierten Wander- und Fahrradtouren zählten dazu unter anderem die Aufstellung eines Gedenksteins sowie der Neubau des Wanderwegs am Hollager Yachthafen.

Dass sich der am 24. April 1990 gegründete Heimat- und Kulturverein Hollager Hof von 1656 von Anfang an für das Wohl der Heimatgemeinde eingesetzt hat, kann man seit fast 25 Jahren an dem schönen Gebäudeensemble des Hollager Hofs sehen. Anfang der neunziger Jahre hatte sich rund um den damaligen Vorsitzenden Josef Pott ein tatkräftiges Team gefunden, das ein mehr als 300 Jahre altes Heuerhaus aus Hollage wiederaufbauen wollte, das nach seinem Abbau auf dem Bauhof in Lechtingen eingelagert war. Das Vorhaben wurde mit reichlich ehrenamtlichen Einsatz und Fördermitteln aus etlichen verschiedenen Quellen realisiert, so dass 1996 die Fertigstellung des Heimathauses Hollager Hof gefeiert werden konnte. 

Heute ist das historisch wertvolle Gebäude inklusive seiner großzügigen Außenfläche das Herz des 2017 fusionierten Vereins, der nach wie vor eine starke, in mehreren Bereichen engagierte Gemeinschaft ist. Die im Hollager Hof angebotenen Veranstaltungen reichen von Ausstellungen und Lesungen bis hin zu Konzerten. Der Verein veranstaltet zudem den Hobby- und Kunsthandwerkermarkt, der in Corona-freien Zeiten stets viele hundert Besucher in die nahe Haselandhalle anzieht und weit über die Gemeinde Wallenhorst hinaus bekannt ist. Zu den Highlights zählen auch das Mittwochskino und das an ausgewählten Sonntagen geöffnete Hofcafe im Hollager Hof und Besichtigungstouren mit Führungen in Unternehmen oder Sehenswürdigkeiten aus der Region.

„Ich bin sehr heimatverbunden und möchte mich aktiv für die von den heimischen Menschen geschaffenen Kulturgüter einsetzen.“ Auf die Frage, warum er sich mit viel Zeit und Energie für „seinen“ Verein engagiert, muss Stefan Gutendorf nicht lange überlegen. „Mir macht das einfach Freude.“ Als persönliche Favoriten nennt der 1. Vorsitzende neben dem stets bestens besuchten plattdeutschen Abend auch das traditionelle Vermessen der vor mehr als 20 Jahren vor dem Hollager Hof gepflanzten Linde. „Das ist immer ein schönes geselliges Beisammensein, bei dem neben aktuellen Themen auch Geschichten aus dem alten Hollage im Fokus stehen.“  

Stefan Gutendorf hofft, dass der Hollager Hof möglichst bald wieder für erste Treffen und Veranstaltungen öffnen darf. Normalerweise wird für jedes Halbjahr ein umfangreicher Flyer erstellt, der stets 20 bis 25 unterschiedliche Veranstaltungen umfasst. Ob und was in diesem Jahr möglich sein wird, werden die nächsten Wochen zeigen. „Wir werden die Öffentlichkeit dann umgehend informieren“, kündigt der 1. Vorsitzende an. Im Verein stehen jedenfalls zahlreiche Mitglieder mit guten Ideen und Tatkraft bereit. 

„Ganz vorn steht natürlich immer, die Verbundenheit die Heimat zu pflegen, das schöne alte Gebäude instand zu halten sowie vor Ort eine gute Gemeinschaft zu fördern.“ Zu den Vereinsaktivitäten zählen nicht zuletzt natürlich auch die Pflege von Denkmälern und Wanderwegen in Gemeindegebiet sowie Forschungsarbeiten zur Ahnen- und Ortsgeschichte.

Dass die Vereinsarbeit auch in Zeiten von Corona nicht zum Erliegen gekommen ist, lässt sich unter www.hollager-hof.de auch auf der Internetseite des Vereins nachlesen. So ist unter anderem die vor zwei Jahren gegründete Imkergruppe im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten aktiv. Im letzten Jahr konnten die ersten Gläser mit Honig aus dem Hofgarten geerntet werden, berichtet Stefan Gutendorf. Zudem wurden die auf dem Vereinsgelände gelegene Streuobst- und Wildkräuterwiese ebenso wie der hofeigene Gemüsegarten mit umfangreichen Arbeiten von mehreren umwelt- und naturbewussten Mitgliedern liebevoll gepflegt und in Schuss gehalten.  

„Das alles zeigt, dass wir ein lebendiger Verein sind, der zugleich die Tradition pflegt und in die Zukunft blickt.“ Wer mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen und könne ihn oder ein anderes Vorstandsmitglied unter den auf www.hollager-hof.de zu findenden Kontaktdaten ansprechen, betont Stefan Gutendorf. Der Jahresbeitrag beträgt moderate 13,- Euro. An den Veranstaltungen und Aktivitäten des Vereins kann jeder teilnehmen. „Wir freuen uns über alle Besucher, die gern zu uns kommen und zusammen mit anderen einen schönen Nachmittag oder Abend verbringen möchten.“ (H.)


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